Rückblick auf die Bildungssaison 2025/2026
Das Winterhalbjahr von Oktober bis März bot wieder Gelegenheit für Weiterbildung und fachlichen Austausch in der Schaf- und Ziegenbranche. In dieser Zeit fanden über 15 Kurse in ganz Österreich statt, die vom ÖBSZ gemeinsam mit der NTÖ organisiert wurden. Das große Interesse zeigt, wie wichtig praxisnahe Angebote für die Betriebe sind.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Tiergesundheit. Heilpflanzen in der Schaf- und Ziegenhaltung, Stoffwechsel und Fütterungszusammenhänge, Notfälle im Stall sowie Parasitenmanagement wurden umfassend behandelt. Besonders gefragt waren Formate mit starkem Praxisbezug. In vielen Kursen konnte direkt am Tier gearbeitet werden. Fiebermessen, das Abhören der Verdauung, die Beurteilung des Allgemeinzustandes sowie das fachgerechte Entnehmen von Kotproben wurden unter Anleitung geübt. Diese unmittelbare Anwendung stärkt Sicherheit und Handlungskompetenz am eigenen Betrieb.
Die Teilnehmenden betonten in ihren Rückmeldungen z.B. den hohen Nutzen der praxisnahen Inhalte und die spannende Vermittlung: „Mir hat besonders gut gefallen, dass auf gut verständliche Weise die Zusammenhänge der Verdauung und des Stoffwechsels erklärt wurden.“
Ein weiteres Feedback hebt die spannende Vermittlung hervor: „Die Vortragende vermittelt ihr Wissen verständlich und lebendig, in tolle Geschichten verpackt und mit viel Einfluss aus ihrer Praxis. Dadurch bleibt viel Information bei mir hängen und die Zeit vergeht im Flug. Bin sehr dankbar, dass sie auch auf Fragen und Bedürfnisse der Teilnehmenden eingeht, die nicht unbedingt zum Thema passend sind.“
Ein neues Format richtete sich gezielt an Neueinsteigende. In drei aufeinander aufbauenden Online-Terminen wurden Grundlagen der Schaf- und Ziegenhaltung kompakt vermittelt. Dieses Angebot erleichtert den Einstieg und schafft eine fundierte Basis für die weitere praktische Arbeit.
Zusätzlich wurde in dieser Bildungssaison bewusst ein Schwerpunkt auf das Thema Wolle gelegt. Zwei Veranstaltungen widmeten sich diesem vielseitigen Rohstoff. Eine größere Veranstaltung mit zahlreichen Ausstellerinnen zeigte die Bandbreite der Wollverarbeitung und Vermarktungsmöglichkeiten. Ergänzend dazu fand eine kleinere, praxisorientierte Veranstaltung statt, bei der einzelne Verarbeitungsschritte wie das Waschen der Wolle selbst erlernt und umgesetzt werden konnten. Damit wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Potenzial der Wolle als wertvoller Bestandteil der Schafhaltung sichtbar gemacht.
Die vergangene Saison hat erneut gezeigt, wie wichtig fachlicher Austausch, praktische Übungen und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Betriebe sind. Mit diesem Fundament kann gut vorbereitet in die kommende Saison gestartet werden.





17.03.2026Zurück
