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  • Hitzestress bei Ziegen erkennen und richtig reagieren

    Woran erkennbar ist, dass Ziegen unter Hitzestress leiden

    Mit steigenden Temperaturen verändert sich das Verhalten von Ziegen deutlich. Die Tiere bewegen sich weniger, suchen bevorzugt schattige Plätze auf und zeigen eine erhöhte Wasseraufnahme. Häufig ist auch verstärktes Hecheln zu beobachten. Gleichzeitig steigen Körpertemperatur und Atemfrequenz an. Ein weiteres wichtiges Anzeichen ist die sinkende Aufnahme von Grundfutter.

    Auswirkungen auf die Tierhaltung

    Die reduzierte Grundfutteraufnahme kann sich direkt auf Leistung und Qualität der Milch auswirken. Unter Hitzestress nehmen Ziegen vermehrt Kraftfutter auf, da dessen Verdauung weniger Wärme produziert als die von Grobfutter. Ein dauerhaft hoher Kraftfutteranteil birgt jedoch Risiken, insbesondere die Entstehung einer Pansenazidose.

    Maßnahmen zur Unterstützung der Tiere

    • Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein und regelmäßig erneuert werden. Besonders trächtige, säugende und melkende Ziegen haben einen erhöhten Wasserbedarf. Bei Milchziegen liegt dieser bei etwa 6 bis 9 Litern pro Tag. In der Laktation kann der Bedarf auf bis zu 18 Liter pro Tag ansteigen.
    • Tränken sollten idealerweise täglich gereinigt werden, mindestens jedoch einmal pro Woche, um eine einwandfreie Wasserqualität sicherzustellen.
    • Ausreichend schattige Rückzugsorte sollten jederzeit zur Verfügung stehen.
    • In der Stallhaltung unterstützen eine gute Luftzirkulation sowie geeignete Kühlmöglichkeiten dabei, die Umgebungstemperatur zu senken.
    • Große Mengen Kraftfutter sollten vermieden werden, um das Risiko einer Pansenazidose zu reduzieren.
    • Eine Verlagerung der Fütterung in die kühleren Morgen und Abendstunden unterstützt die Futteraufnahme.
    • Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Elektrolyten und Spurenelementen ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung. Hitzestress führt zu einem erhöhten Verlust von Mineralstoffen über die Milch.

     

    Für weitere Informationen von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zum Thema Hitzestress bei Ziegen: hier klicken.

    Foto: Daniela Köppl 

    Authorin: Charlotta Schlüter

    Quelle: HBLFA Raumberg Gumpenstein 12. Fachtagung für Ziegenhaltung, 2025

    12.05.2026
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